Snus und Zähne: Verfärben Nikotin-Pouches die Zähne und schaden sie dem Zahnfleisch?
- TÖFF-Snus

- vor 3 Tagen
- 6 Min. Lesezeit
Dieser Beitrag wird von TÖFF Snus veröffentlicht. TÖFF Snus ist eine Schweizer Marke für tabakfreie Nikotin-Pouches. Du hast es wahrscheinlich schon gehört: Snus macht die Zähne gelb, das Zahnfleisch geht zurück, und überhaupt sei das alles mega schädlich. Blick, 20 Minuten und Co. warnen regelmässig – und vielleicht hast du deshalb genau diese Seite gefunden.
Aber stimmt das wirklich – und gilt das auch für tabakfreie Nikotin-Pouches? Oder wird hier alles in einen Topf geworfen?
In diesem Artikel klären wir das Thema sachlich und ehrlich auf – mit Fakten aus internationalen wissenschaftlichen Studien und Erkenntnissen aus der Schweizer Zahnmedizin.
WICHTIG: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine zahnärztliche oder medizinische Beratung. Dieses Produkt schädigt Ihre Gesundheit und macht stark abhängig. Verkauf an Personen unter 18 Jahren ist verboten.
Zuerst: Snus ist nicht gleich Nikotin-Pouch
Bevor wir über Zähne reden, müssen wir eine wichtige Unterscheidung machen – denn genau hier entsteht die meiste Verwirrung.
Klassischer Snus enthält gemahlenen Tabak. Dieser Tabak enthält Farbstoffe, Nitrosamine und andere Substanzen, die beim Kontakt mit den Zähnen braune Ablagerungen hinterlassen können [1]. Genau das zeigen auch die Warnungen in den Medien.
Tabakfreie Nikotin-Pouches – wie zum Beispiel TÖFF Snus – enthalten keinen Tabak. Stattdessen bestehen sie aus pflanzlichen Fasern (Zellulose), Nikotin, Aromen, Süssungsmittel und weiteren Zutaten – aber keinem Tabak. Die vollständige Zutatenliste findet sich auf jeder Dose. Da kein Tabak enthalten ist, setzen sie keine der typischen tabakbedingten Farbstoffe frei, die bei klassischem Snus zu Verfärbungen führen können. Das ist ein entscheidender Unterschied, der in vielen Medienberichten leider untergeht.
Was sagt die Wissenschaft zu Verfärbungen?
Eine der bisher umfassendsten wissenschaftlichen Untersuchungen zu diesem Thema ist eine systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse von Karanjkar et al. (Newcastle University), veröffentlicht 2023 im Fachjournal Clinical and Experimental Dental Research [1].
Die Forscher verglichen in Laborstudien die Verfärbungswirkung verschiedener Nikotinprodukte auf Zahnschmelz und Dentin.
Das Ergebnis: Nikotin-Pouches verursachten in den Labortests nur minimale zusätzliche Farbveränderungen gegenüber der Kontrolle mit künstlichem Speichel. Klassischer Snus (mit Tabak) verursachte deutlich stärkere Verfärbungen. Und Zigarettenrauch führte mit Abstand zu den stärksten Verfärbungen [1].
Konkret: In der Laborstudie lag der zusätzliche Farbunterschied durch Nikotin-Pouches gegenüber der Kontrolle bei einem Wert von 0,48 auf der wissenschaftlichen CIELAB-Farbskala. Zum Vergleich: Als wahrnehmbare Farbveränderung gilt in der Zahnmedizin ein Wert zwischen 1,2 und 2,7. Der im Labor gemessene Wert bei Nikotin-Pouches lag also darunter [1]. Ob sich diese Laborergebnisse 1:1 auf den Alltag übertragen lassen, ist noch nicht abschliessend untersucht – im Mund spielen Faktoren wie Speichel, Ernährung und individuelle Mundhygiene eine zusätzliche Rolle.
Wichtig einzuordnen: Diese Ergebnisse stammen aus Laborstudien (in vitro), nicht aus Untersuchungen am Menschen. Die Datenlage ist noch begrenzt – es handelt sich um eine einzelne Studie (Dalrymple et al., 2021) mit zwei Datensätzen. Aber die Richtung ist klar: Ohne Tabak fehlt der Hauptverursacher der Verfärbung.
Und was ist mit dem Zahnfleisch?
Hier wird es etwas differenzierter – und hier wollen wir auch ehrlich sein.
Nikotin – egal ob in Pouches, Snus oder Zigaretten – hat eine gefässverengende Wirkung. Das bedeutet: Es kann die Durchblutung des Zahnfleisches reduzieren [7]. Bei regelmässigem Konsum und vor allem wenn der Pouch immer an derselben Stelle platziert wird, kann das Zahnfleisch gereizt werden.
Prof. Dr. Christoph A. Ramseier von der Klinik für Parodontologie der Universität Bern – einer der führenden Schweizer Experten auf diesem Gebiet – erklärte gegenüber der NZZ, dass es an der Stelle, wo der Beutel platziert wird, zu einer Reizung kommen kann. Dabei kann sich das Zahnfleisch zurückziehen und die Zahnwurzel freilegen. Je dünner das Zahnfleisch von Natur aus ist, desto schneller kann das passieren [6].
Wichtig zu wissen: Ramseiers Forschung und seine Aussagen in der NZZ beziehen sich auf tabakhaltigen Snus, der neben Nikotin auch krebserregende Nitrosamine und andere Stoffe enthält [2]. Für tabakfreie Nikotin-Pouches gibt es bisher deutlich weniger Langzeitdaten. Aber: Die gefässverengende Wirkung von Nikotin auf das Zahnfleisch ist unabhängig davon, ob das Nikotin aus einem tabakhaltigen oder tabakfreien Produkt stammt [7]. Das Risiko für Zahnfleischreizungen und -rückgang besteht also auch bei tabakfreien Pouches.
Was sagen neuere Studien zu Nikotin-Pouches und Mundgesundheit?
Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 (Rungraungrayabkul et al.) hat gezielt die Auswirkungen von tabakfreien Nikotin-Pouches auf die Mundgesundheit untersucht. Die Forscher werteten drei relevante Studien mit insgesamt 190 Teilnehmern aus [3].
Veränderungen der Mundschleimhaut an der Stelle, wo der Pouch platziert wurde, kamen häufig vor – von leichten Reizungen der Mundschleimhaut bis zu weisslichen Veränderungen. Diese Veränderungen standen im Zusammenhang mit der Anzahl der täglich verwendeten Pouches und der Tragedauer. Die Forscher weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass alle drei eingeschlossenen Studien ein hohes Verzerrungsrisiko (Risk of Bias) aufwiesen und dass die bisherige Datenlage noch nicht ausreicht, um abschliessende Schlüsse zu ziehen [3].
Eine Fallstudie aus dem Jahr 2024 (Miluna-Meldere et al.) untersuchte die Mundschleimhaut von fünf Nikotin-Pouch-Nutzern unter dem Mikroskop (histopathologisch). Bei allen fünf wurden Veränderungen der Schleimhaut festgestellt – die Befunde reichten von leichten Gewebeveränderungen bis zu deutlicheren Reaktionen [4]. Solche Schleimhautveränderungen können in Einzelfällen Leukoplakie-artige Merkmale aufweisen – ein Befund, der zahnmedizinisch als Vorstufe ernsthafterer Veränderungen gilt und ärztlich abgeklärt werden sollte [4][6].
Eine weitere umfangreiche Übersichtsarbeit aus dem Harm Reduction Journal (2024) fasst den aktuellen Wissensstand zusammen: Für Nikotin-Pouches gibt es bisher kaum direkte Vergleichsstudien zur Mundgesundheit. Die wenigen verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass die Risiken geringer sind als bei Zigaretten, aber nicht bei null liegen [5].
5 konkrete Tipps für gesunde Zähne und Zahnfleisch
Basierend auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen – die sich grösstenteils auf tabakhaltigen Snus beziehen und sinngemäss auf tabakfreie Pouches übertragbar sind – hier fünf Tipps, die du als Pouch-Nutzerin oder -Nutzer beherzigen solltest:
1. Wechsle regelmässig die Seite Platziere den Pouch nicht jedes Mal an derselben Stelle. Abwechselnd rechts und links tragen reduziert die einseitige Belastung des Zahnfleisches deutlich [2][3].
2. Begrenze die Tragedauer Die meisten Pouches entfalten ihren vollen Geschmack innerhalb von 20 bis 40 Minuten. Danach den Pouch zu entfernen schont dein Zahnfleisch [3].
3. Setze auf tabakfrei Wer Pouches konsumiert, kann mit tabakfreien Produkten die tabakbedingten Verfärbungsrisiken reduzieren [1]. TÖFF Snus setzt bei seinen Snus-Sorten konsequent auf tabakfreie Rezepturen.
4. Pflege deine Mundhygiene Zweimal täglich Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, täglich Zahnseide und regelmässige professionelle Zahnreinigungen – das gilt für alle, aber ganz besonders für Pouch-Nutzer [2].
5. Geh regelmässig zum Zahnarzt Lass dein Zahnfleisch bei der Kontrolle gezielt untersuchen und sag deinem Zahnarzt, dass du Pouches nutzt. So können Veränderungen frühzeitig erkannt werden [2][6].
Tabakfrei ist nicht gleich risikofrei – aber ein Unterschied, den man kennen sollte
Wir wollen hier nichts schönreden: Nikotin-Pouches sind kein Gesundheitsprodukt. Nikotin macht abhängig [7], und der regelmässige Kontakt mit dem Zahnfleisch ist nicht ohne Risiko [3][4].
Aber die Pauschalaussage „Snus ruiniert deine Zähne" greift zu kurz, wenn man tabakfreie Nikotin-Pouches und tabakhaltigen Snus in einen Topf wirft. Die bisherigen Laborstudien deuten darauf hin, dass tabakfreie Pouches deutlich weniger Zahnverfärbungen verursachen als tabakhaltige Produkte [1]. Und das Risiko für Zahnfleischprobleme lässt sich durch bewussten Konsum und gute Mundhygiene reduzieren [2][3].
Genau deshalb setzen wir bei TÖFF Snus bewusst auf tabakfreie Nikotin-Pouches. Nicht weil tabakfrei automatisch „gesund" heisst – sondern weil wir überzeugt sind, dass tabakfreie Produkte für Konsumentinnen und Konsumenten, die sich für Nikotin-Pouches entscheiden, eine konsequente Wahl sind.
Wenn du TÖFF Snus ausprobieren möchtest, findest du unsere Produkte im Online-Shop – oder du sicherst dir mit dem Tank-Abo monatlichen Nachschub.
Alle Quellen auf einen Blick
[1] Karanjkar, Preshaw, Ellis & Holliday (2023): „Effect of tobacco and nicotine in causing staining of dental hard tissues and dental materials: A systematic review and meta-analysis", Clinical and Experimental Dental Research, 9(1), 150-164. Volltext auf PMC
[2] Sieber, Jeyakumar, Bornstein & Ramseier (2016): „Snus und die Beeinträchtigungen der Mundgesundheit: Ein Update", Swiss Dental Journal SSO, 126(9), 799-805. Artikel im Swiss Dental Journal
[3] Rungraungrayabkul, Gaewkhiew, Vichayanrat, Shrestha & Buajeeb (2024): „What is the impact of nicotine pouches on oral health: a systematic review", BMC Oral Health, 24:889. Volltext auf PMC
[4] Miluna-Meldere, Vanka, Skadins et al. (2024): „Oral mucosal changes caused by nicotine pouches: case series", Diagnostic Pathology, 19:127. Volltext auf PMC
[5] Tattan, Oginni, Olaitan et al. (2024): „Oral health risks in adults who use electronic nicotine delivery systems and oral nicotine pouches", Harm Reduction Journal, 21:229. Volltext auf PMC
[6] Neue Zürcher Zeitung (2024): „Snus wird in der Schweiz immer beliebter, auch bei Jugendlichen" – Interview mit Prof. Dr. Christoph A. Ramseier, Universität Bern. Artikel auf NZZ.ch
[7] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): „Gesundheitliche Bewertung von Nikotinbeuteln (Nikotinpouches)". PDF auf bfr.bund.de
Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine zahnärztliche oder medizinische Beratung. Dieses Produkt schädigt Ihre Gesundheit und macht stark abhängig. Verkauf an Personen unter 18 Jahren verboten.

Kommentare